Der Traum von der eigenen Garage oder Carport als trockener Stellplatz für den Wagen. Wer hat diesen Traum nicht? Leider ist das Erbauen einer Garage oder eins Carports relativ teuer. Wer hier Geld sparen möchte, der kann einen derartigen Unterstand natürlich auch selbst bauen. Dabei bedarf es allerdings einer sorgsamen und umsichtigen Planung, damit das Bauvorhaben seinen Nutzen auch nicht verfehlt. Fehler können beim Bau einer Garage schnell passieren. Es gibt vielzählige Hindernisse, welche umschifft werden müssen, damit der Bau der Garage oder des Carports nicht zum Desaster wird.

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Die Planung ist alles!

Wie bei jedem Bauvorhaben sollte man auch der der Garage oder dem Carport mit der Planung beginnen. Viele machen den Fehler, dass sie die Garage viel zu klein berechnen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn alles fertig ist und der Wagen nicht hineinpasst. Oftmals fehlt der Platz zum Öffnen der Türen oder der Weg zur Kofferraumklappe wird durch die Tür der Garage versperrt. Dies gilt es demnach unbedingt zu vermeiden. Wer an der Größe der Garage spart, der spart definitiv an der falschen Stelle.
Des Weiteren sollte der Zweck der Garage von Beginn an feststehen. Möchte man beispielsweise wirklich nur den Wagen darin abparken, so muss der Carport oder die Garage nicht allzu groß ausfallen. Sollen dahingegen auch Gartengeräte und Werkzeuge ihren Platz darin finden, so sollte die Garage etwas großzügiger gestaltet und gebaut werden.

Doch wie kann man die richtigen Maße ermitteln? Im Grunde ist dies recht einfach. Man misst zum einen die Länge und die Breite des Wagens. Dabei ist es wichtig, dass die Messung mit offenem Kofferraum und offenen Seitentüren erfolgt. So geht man sicher, dass sich die Türen einwandfrei in der Garage öffnen lassen. Nun sollte man einige Zentimeter draufschlagen. So hat man genügend Platz für das Ein- und Aussteigen. Ebenso wird das Einparken erleichtert, da sich auch die Breite des Tores vergrößern lässt. Möchte man noch andere Utensilien mit unterbringen, so sollte zusätzlicher Platz eingerechnet werden. Freiraum kann man in einer Garage oder einem Carport nie genug haben.

Der Schwerpunkt Einfahrt:

Nicht nur der Carport oder die Garage an sich spielen beim Bau eine zentrale Rolle. Oftmals entstehen die Fehler schon bei der Einfahrt. Hierbei wird der Kurvenradius des Wagens falsch berücksichtigt. Somit gestaltet sich die Zufahrt viel zu eng und man muss ewig rangieren, bis man hineinkommt. Es gibt eine spezielle Garagenverordnung, welche die Breite der Zufahrt regelt. Hat man beispielsweise einen Stellplatz mit einer Breite von 2,50 Metern zur Verfügung, so sollte die Einfahrt mindestens 5,50 Meter breit sein. Hierbei gilt es also großzügig drei Meter drauf zuschlagen. Es ist durchaus sinnvoll, sich an diese Maßgabe zu halten, da so das Einfahren deutlich erleichtert wird.

Wer nur den Innenradius des Reifens bei der Einfahrt berücksichtigt, der wird ein böses Erwachen erleben. Dieser kann sich nämlich, je nach Geschwindigkeit, stark verändern. Ist beispielsweise die Einfahrt sehr eng, so muss langsamer eingefahren werden. Dies hat zur Folge, dass sich der Innenradius verkleinert. Man läuft als Gefahr, dass man das Heck nicht herum bekommt.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass die Auffahrt aus Platzgründen viel zu steil ausfällt. Somit kann man schnell mit den Wagen aufsetzen und sich unschöne Kratzer oder ein Leck in der Ölwanne zuziehen. Die Lösung dafür stellt eine durchdachte Rampe dar. Mit dieser kann das Gefälle vor der Garage oder dem Carport problemlos ausgeglichen werden. Die Rampe sollte allerdings so flach wie möglich ausfallen. Besonders im Winter spielt die eine zentrale Rolle, damit man nicht von dieser wieder herunterrutscht. Es ist sogar verordnet, dass ein Neigungswinkel der Auffahrt von über acht Prozent abzuflachen ist. Mit einer Rampe kann man problemlos eine Differenz von 15 Prozent überbrücken. Hierbei gilt es allerdings auch auf die Gewichtsverteilung im Wagen zu achten. Nur so kann man sichergehen, dass das Fahrzeug auch trotz Rampe nicht aufsetzt. Ebenso sollten die Übergänge an beiden Seiten etwas flacher ausfallen, damit gar nicht erst ein solches Risiko entsteht.

Wohin mit der Feuchtigkeit:

Auch dies gehört zu den häufigsten Baufehlern. Man errichtet eine Garage oder ein Carport, damit der Wagen trockensteht. Sollte man diesen allerdings nass hineinfahren, so muss man damit rechnen, dass dieser länger zum Trocknen braucht. Durch den Temperaturunterschied und die Nässe, welche in der Garage vorherrscht, kommt es zu Bildung von Kondenswasser. Dieses setzt sich vor allem an der Decke und den Wänden ab. Die Feuchtigkeit sammel sich in der Garage und greift das Auto und alle anderen in der Garage befindlichen Utensilien an. Es wird sich also schnell Rost und Schimmel bilden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man regelmäßig lüftet.
Ein gut organisiertes Lüftungssystem sollte also eingeplant werden. Beispielsweise gibt es Tore, welche Luftschlitze verarbeitet haben. Bei gemauerten Garagen ist es sinnvoll, wenn mindestens zwei Öffnungen für eine passende Belüftung vorgesehen sind. Im Optimalfall sollte diese auch Gegenüber voneinander liegen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Abluftventilator an der Decke der Garage zu installieren.
Ebenso kann es sinnvoll sein, beim Garagenboden ein leichtes Gefälle einzuplanen. Somit kann sich das Wasser nicht in der Mitte des Objektes sammeln und fließt nach außen ab.

Wohin mit was?

Auch die „Raumaufteilung“ in der Garage spielt beim Bau eine sehr wichtige Rolle. Oftmals soll von dort auch direkt der Rasenmäher bedient werden oder ein eine Steckdose für den Staubsauger zum Aussaugen des Wagens sollte auch zu finden sein. Ein Verlängerungskabel aus dem Haus zuziehen ist sicherlich eine Möglichkeit, aber bei Weitem nicht die Beste. Deshalb sollten die Steckdosen direkt in der Garage verbaut werden. Damit die Steckdosen auch sinnvoll verteilt werden, ist es wichtig, schon beim Bau zu wissen, wo später einmal etwas stehen soll. Ein Nachrüsten birgt oftmals großen Aufwand in sich und gestaltet sich sehr teuer. Es ist ebenfalls von Vorteil, wenn man ein paar mehr Steckdosen verlegt, als tatsächlich benötigt wird. Somit können Fehler bei der Planung vermieden und auch noch neue Geräte angeschafft werden.
Wenn das Garagentor sich elektrisch bedienen lässt, so muss auch eine entsprechende Stromquelle in der Nähe dafür eingesetzt werden. Hierbei sollte man auf keinen Fall ein Kabel durch den ganzen Raum ziehen.

Die richtige Garage:

Die Fehler entstehen oftmals aus Platzproblemen. Doch deshalb muss man auf keinen Fall auf eine Garage oder einen Carport verzichten. Es gibt Varianten, welche durchaus sehr platzsparend sind. Besonders bei engen Grundstücken kann sich der Bau einer Fertiggarage lohnen. Diese sparen extrem viel Platz, da die Wände nicht sonderlich dick ausfallen. Im Vergleich zu fest gemauerten Modellen bieten diese auch im Innenraum deutlich mehr Stellfläche. Mit einer Fertiggarage bekommt man alle Bauteile geliefert, welche schon direkt aufeinander abgestimmt sind. Somit gestaltet sich auch der Aufbau um einiges leichter. Des Weiteren bieten die Modelle den Vorteil, dass sie preislich etwas günstiger ausfallen.
Es gilt allerdings zu beachten, dass bei den meisten der Fertiggaragen die Tore schmaler ausfallen als die Garage. Dies liegt daran, dass sich die Tore nicht über die gesamte Front erstrecken. Häufig sind diese um 30 bis 50 Zentimeter kleiner. Dies gilt es beim Kauf unbedingt zu berücksichtigen. Ebenso spielt die Breite des Tores auch eine Rolle bei der Planung der Einfahrt. Somit ist es sinnvoll, Produkte von mehreren Anbietern zu vergleiche. Es gibt raffinierte Torsysteme, welche auch besonders enge Einfahrten zulassen.